Jenseits des Vergessens

Blog von Amanda Koch

Lebe lebendig und frei

Mär 082018

„Lebe lebendig und frei!“, ist der Ruf des Yin in uns, jener weiblichen Kraft, die nährend und sich liebevoll öffnend und schauend ist, die uns vertrauensvoll im Fluss des Lebens fließend lässt und in der wir in ein anderes Fühlen gelangen.
Spüre in die Kraft deiner inneren Frau, die so oft verstummt, wenn wir im Alltag aus der Balance geraten und mehr der Kraft des Yang mit seiner Aktivität und dem Denken folgen. Nicht nur heute am Frauentag, solltest du in dich hineinspüren. Es ist lediglich ein guter Tag um damit (wieder) zu beginnen.
Sich der Yinenergie bewusst zu werden, bedarf es an Ruhe und ungestörter Stille. Tue das an einem Ort, an dem du dich wohlfühlst, an dem du vielleicht meditierst oder Yoga machst. Die Yinenergie ist eine andere als die Yangenergie. Sie ist nicht linear sondern fließt in Wellen und kreisförmig. Damit erinnert sie uns an das Verborgene in der Natur, das Stille und das widerstandlose Fließen der Zyklen der Natur.
Yin ist Liebe, Hingabe ohne Kontrolle. Yin ist das Licht des Mondes, die kühlende Mondenergie in uns. Yin ist Fluss, der Fluss deines Lebens. Yin ist Leichtigkeit. Es ist ein sich öffnen, vertrauen und annehmen.
Wenn wir (nicht nur als Frauen) uns dem Leben öffnen, es annehmen und dem Impuls folgen, nach innen zu spüren, dann beginnen wir jenseits von Körper und Denken zu fühlen. Wir lauschen dem Flüstern unserer Seele und können das zum Ausdruck bringen, was in uns ist.

Sie bringt uns auch in die Dunkelheit, in die Schattenseiten unseres Selbst, aus der wir das Licht wieder sehen können. In der Energie des Yin sind wir im Vertrauen und sehen den ständigen Wandel der Dinge und Ereignisse mit wachen Augen. Dann sind wir mit unserem tiefsten Inneren verbunden und nähren unser gesamtes Sein.

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Die Mondatmung kann dir helfen in das Fühlen zu kommen. Sitze dafür bequem und aufrecht ohne dich anzulehnen. Atme ein paarmal durch beide Nasenlöcher ein und aus.
Halte dir dann das rechte Nasenloch mit dem Daumen zu und atme ausschließlich durch das linke Nasenloch ein und aus. Achte darauf, dass deine Wirbelsäule und dein Kopf gerade bleiben. Atme so 25 bis 30 Atemzüge und spüre dann einen Moment nach. Spüre in dich hinein, fühle, was sich verändert hat.

Alles Liebe

 

Jenseits des Vergessens

Nov 272017

Das Wort „Jenseits“ birgt eine intensive Bedeutung von Spiritualität. Denn es bedeutet: Über den Ort hinausgehen, an dem man sich befindet und damit nicht in dem gegenwärtigen Zustand verhaarend. Wenn du fortwährend über dich selbst hinausgehst, gibt es keine Einschränkungen mehr, die Perspektive deiner Sicht ändert sich und deine eigen kreierten Grenzen lösen sich auf, deine Schleier des Vergessens.
Ein Grund warum ich Ildathach schrieb - die Geschichte zeigt, was geschieht, wenn wir über das Denken hinausgehen, uns vom Verstand lösen ... dann gelangen wir ins wahre Fühlen.

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Die Kraft unserer Seele

Sep 182017

„Ildathach. Jenseits des Vergessens“ ist Buch, das durch die Geschichte einer jungen Frau helfen kann, wieder zu einem tiefen Fühlen zu gelangen. Denn darin liegt für uns eine starke Kraft verborgen.
Wenn wir wirklich beginnen aus einer Tiefe heraus zu fühlen ... nicht aus Gedanken heraus oder aus den Erfahrungen, die uns prägen und bestimmte Emotionen hervorrufen … nein. Ich spreche von der Kraft jenseits unserer Gedanken, der Kraft, hinter unserem Herzschlag und hinter unserem Atem. Unserer Seelenkraft.
Um dieses Fühlen zurück in unser Bewusstsein zu rufen, nutze ich Worte und Bilder eines keltischen Mythos. Ich hätte auch ein Sachbuch schreiben können. Doch ich liebe Geschichten. Und wie erklären wir am besten unseren Kindern mit Begeisterung das Leben? Durch (religiöse) Geschichten oder Märchen oder eben den Mythen.
Als Erwachsene können wir noch immer am besten in Bildern denken. Egal, ob es um das Göttliche im Leben geht, oder um einfache Fragen, die das Leben anbelangen. Jeder von uns trägt eigene Bilder und Vorstellungen in sich. Daher schrieb ich einen Roman der phantastischen Literatur (Warum ich Ildathach schrieb).

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Wir leben in einer Welt, in der die Schleier des Vergessens undurchdringlich scheinen und wir lechzten nach Veränderung, nach Harmonie, nach innerem Frieden und nach Geborgenheit. Wir wünschen ein Leben ohne Angst. Auf meinem eigenen Weg hin zu den Antworten, nach denen ich suchte, verstand ich, dass ein Besinnen auf die eigenen Wurzeln helfen kann, sich selbst und damit auch das eigene Leben besser zu verstehen.
In der Geschichte „Ildathach. Jenseits des Vergessens“ überschreitet Étaín die physischen Grenzen unserer Welt, damit der Leser dahinter blicken kann … in ein anderes Bewusstsein, in eine andere Welt, um dort die Kraft seiner eigenen Seele zu erspüren. Es ist eine Geschichte, die eine Sehnsucht und damit die Suche beschreibt, „nach dem, was das Leben tatsächlich ausmacht“ (Zitat, Leipziger Zeitung) und dass es einen Grund gibt, warum wir leben.

 

 

 

Wiedergeburt

Mai 032017

Vor nunmehr vier Jahren kam ich das erste Mal mit der Wissenschaft der Seelenwanderung in Berührung und damit fesselte mich das Thema der Reinkarnation. Während meiner Yogalehrerausbildung wollte ich zu den Fragen der Wiedergeburt mehr wissen, forschte in den vedischen Schriften und beschäftigte mich gleichzeitig mit den Mythen aber auch dem Glauben unserer Ahnen, den Kelten, als ich für die Geschichte der „Wächter von Avalon“ recherchierte. Dabei entdeckte ich viele parallele Erklärungen wie auch Symbole, die dieselbe Wahrheit sprechen - die Sicht auf das göttliche in der (den) Welt(en).
Seit ich mich intensiv mit der Reinkarnation beschäftige, haben sich meine Sicht auf das Leben, mein Selbstverständnis und mein Umgang mit den Menschen, die mich begleiten oder denen ich begegne, aber auch mein Verständnis über die Natur verändert. Dieser Wandel zeigt sich auch in meinen persönlichen Zielen, meinen beruflichen Erwartungen und meinem religiösen Verständnis (ich wurde christlich evangelisch erzogen).
Alles ergibt mehr Sinn. Ich kann mit allem in Liebe und Geduld und mit dem Vertrauen in den Fluss dieses Lebens einverstanden sein. Denn ich bin es selbst, der mein gegenwärtiges und zukünftiges „Schicksal“ verantwortungsbewusst gestaltet, bestimmte Erfahrungen machen will und in diesem Leben (auch) eine Lebensaufgabe zu erfüllen habe (Dharma).
Es ist eine Wahrheit, die tief uns steckt. Wenn wir beginnen hinzuhören, vernehmen wir das Flüstern unserer Seele. Wir müssen uns nur (wieder) mit der Seelenkraft verbinden, mit der Energie (Prana), die aus unserem Herzen und hinein fließt oder (vedisch) mit dem Atman (dem göttlichen Funken in uns, die individuelle Seele als Teil Weltseele (Brahman)) … Menschen benutzen viele Worte und Beschreibungen, Gleichnisse … für ein und dieselbe Wahrheit. Letztendlich liegt es an jedem selbst, welchen Weg er wählt, um dem Sinn des Lebens mit seinen Fragen zu begegnen.

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In meinem neuen Roman „Ildathach. Jenseits des Vergessens“ stelle ich mich behutsam der Frage, was nach dem Tod geschieht und was der Tod ist. Ich habe mich mit der Macht der Angst beschäftigt, Angst vor dem Ungewissen und davor, die Menschen, die wir lieben, zu verlieren. Um Antworten zu finden, half mir all die Monate des Schreibens und Verstehens Etáin. Sie ist eine Figur aus der Geschichte, deren Mutter stirbt und ihr neben Familiengeheimnissen auch Glaubensfragen hinterlässt. Parallel zum Erscheinen des Buches werde ich dazu Beiträge aus meinen Recherchen, wissenschaftlichen Büchern und eigene Erfahrungen veröffentlichen.

Tage, an denen wir uns verloren fühlen

Apr 072017

Es gibt gerade Zeiten, in denen man mit einer tiefen Traurigkeit erwacht oder einer Trägheit, die einen lähmt; vielleicht hat auch ein Traum ein solches Empfinden hinterlassen oder wir fühlen, dass die Tage gerade endlos grau erscheinen … wir nichts mehr schaffen, alles zu viel ist und wir auf eine Weise nur noch funktionieren, die uns nach und nach den Boden unter den Füßen wegzieht.
Das sind Tage, an denen wir in der Jahreszeit des Feuers weniger geerdet sind, und damit das Urvertrauen ins Leben weniger spüren.
Für jene Tage gibt es eine magische Übung, die es schafft, uns aus den grauen Schleiern zu holen:

Denke am Morgen an drei Dinge, die gestern schön waren und dich glücklich gemacht haben. Die Wärme der Sonne, das Treffen eines Freundes, eine liebe Geste, ein Lächeln oder eine Umarmung … Und dann überlege dir einen Wunsch für den heutigen Tag. Schließe kurz deine Augen und male dir all die Einzelheiten aus, wie er in Erfüllung geht; fühle was der Wunsch dir bedeutet und spüre den tiefen Moment.
Diese bewusst erlebte Dankbarkeit wird deinen Tag verändern.

(Sie auch: jahreszeit-des-feuers)

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Keltische Spirale

Dez 052016

Oftmals besteht die Triskele aus Spiralen, die die Reise der Seele zeigt.

Die rechtsdrehende Spirale steht im Keltischen, in alten Glauben und auch den Mythen für die Kraft, die nach außen wirkt. Mit dem Beginn des Lebens in der Welt der Menschen beginnen wir uns dieser irdischen Welt zu öffnen. Es kommt Bewegung ins Denken, ins Handeln und Wirken.

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Foto: Newgrange Spiralen in Stein gehauen

Dieses Zeichen für die Schöpfung findet sich auch im Tao. Dabei ist Yin & Yang eine Spirale, die diese nach außen strebende Kraft mit der nach innen gerichteten (linksdrehenden) vereint. Die linksdrehende Spirale wiederrum symbolisiert das Ende und wir kehren zu unserem Ursprung zurück. Dieses nach innen kehren, geschieht nicht nur im Sterben. Mit Hilfe des Fühlens und bewussten Denkens führen uns die Erfahrungen im Leben auch in die Zeiten der Besinnung. Von außen finden wir zurück nach innen, zu uns selbst um zu fühlen, wer wir wirklich sind. Eine Einheit mit dem großen Ganzen.

Und jetzt in den Tagen vor der Wintersonnenwende / Yul können wir in dieses NACH INNEN FÜHLEN besonders gut eintauchen. Denn die langen dunklen Tage schenken uns diese Besinnlichkeit in der wir die Kostbarkeit des Lichtes erkennen. Eine Zeit in der wir unseren eigenen Schatten begegnen und sie annehmen können. 

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Die Spirale symbolisiert dies mit: Werden – und Vergehen. Anfang – und Ende. Außen – und Innen.

Und dabei führt dich die Anderswelt, insbesondere Avalon zu dir selbst. Von der Welt des Materiellen, der Welt des Irdischen hindurch durch die Nebel, die dich vergessen ließen, hin zu dir selbst … dem Fühlen deines Herzens.