Jenseits des Vergessens

Blog von Amanda Koch

Kreislauf des Lebens - des Sterbens - und der Wiedergeburt

Mai 262017

Sich mit der Frage zu beschäftigen „Was geschieht wenn wir sterben?“ ließ mich in vielen alten Schriften forschen. Immerhin gibt es drei verschiedene Hauptantworten, die Menschen als Antwort darauf haben:
Der Tod ist das Ende von allem.
Es gibt einen Himmel und die Hölle nach einem einzigen Leben.
Die Seele wandert in ein nächstes Leben bzw. in eine andere Form.

Der Glaube an irgendeine Form der Seelenwanderung oder des Weiterlebens nach dem Tode ist zweifelsfrei eine der ältesten und tiefsten Überzeugungen der Menschheitsgeschichte und taucht in (fast) jeder Kultur auf jedem Kontinent auf. Es ist eine Aussage, die zu den Uraussagen der Menschheit gehört (C.G. Jung). Nicht nur in den fernöstlichen Religionen und Glauben, finden wir das Wissen der Wiedergeburt. Ebenso in alten Stammeskulturen Afrikas, Ozeaniens, Australiens oder den Indianaervölkern Amerikans wie auch in Europa bei den nordischen Völkern, den Wikingern, den Kelten, Galliern und Germanen.

Reinkarnation ist die fortgesetzte Wanderung der spirituellen Seele, gemeinsam mit ihrem feinstofflichen Körper, von einem grobstofflichen Körper zum nächsten, und zwar gemäß ihrem individuellen Karma (aus: Reinkarnation. Einführung in die Wissenschaft der Seelenwanderung. R. Zürrer)

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Auf viele wirkt der Gedanke der Wiedergeburt in unserem Kulturkreis befremdlich, wenn nicht sogar erschreckend und fremd. Und damit wird die Wiedergeburt schnell in Richtung Aberglaube abgeschoben. Doch ich denke, das liegt daran, dass wir es, im 21. Jahrhundert im Zeitalter der Technik und der Wissenschaft nicht gewohnt sind, uns weder mit unserer Seele zu beschäftigen noch mit Seelenwanderung oder dem Tod selbst.

Bei der Wiedergeburt geht es um die wesentlichen Fragen des Lebens und der Suche nach Antworten: Wer bin ich? Woher komme ich und wohin gehe ich? Warum wurde ich geboren? Gibt es eine Aufgabe? Welchen Sinn hat mein Leben?
Denn die Reinkarnationslehre kann die Gesetze des menschlichen Daseins und die des Universums klären. Nach Voltaire ist es ein Naturgesetz: Wir leben in einem gegenwärtigen Leben und haben schon einmal gelebt. Die Seele wandert nach dem physischen Tod in einen anderen neuen Körper weiter.
Es gibt so unglaublich viele Worte von Philosophen, Psychoanalytikern, Dichtern und Dramaturgen oder Naturwissenschaftlern, dass ich über die Jahre mit jedem gefundenen Zitat stets sicherer über diese Wahrheit wurde. Am meisten haben mich Goethes Worte beeindruckt, als ich begann mich mit der Reinkarnationslehre zu beschäftigen um das Karmagesetz zu verstehen.
„Was nun die persönliche Fortdauer unserer Seele nach dem Tode betrifft, so ist es damit auf meinem Wege also beschaffen: Sie steht keineswegs mit den vieljährigen Beobachtungen, die ich über die Beschaffenheit unserer und aller Wesen in der Natur angestellt, im Widerspruch; im Gegenteil, sie geht sogar aus derselben mit neuer Beweiskraft hervor. … Ich bin gewiss schon tausendmal hiergewesen und hoffe nun noch tausendmal wiederzukommen.“

Beltane

Mai 012017

Beltane ist das Jahreskreisfest der schöpferischen und fruchtbaren Göttin als Liebende. Es ist die Zeit der letzten Apriltage und ersten Maitage, die eine neue (Jahres)Zeit ankündigen: Eine Zeit, in der die Natur in kraftvoller Aktivität zum Leben erwacht … weiße und gelbe Blüten erstrahlen in ihrer Schönheit, Obstbäume erblühen zusammen mit Hecken und Blumen, die in voller Farbenpracht leuchten. Die Sonne steigt jeden Tag höher, die Tage werden länger und die ganze Natur ist rege. undefined

Es ist die Zeit, in der wir, durch die Kraft der Liebe in uns, heilen können. Der Schmerz, den uns Erinnerungen bringen, kann bewusst ausgedrückt werden, während wir in der Liebe des Göttlichen gesund werden. 

Neben der Meditation gibt es kraftvolle Asanas (Körperhaltungen), die uns durch das bewusste Hineingehen, den richtigen Atem und das bewusste Halten … unsere tiefe Verbundenheit und die Kraft des Herzens wahrnehmen lassen. Asanas drücken den Zustand des Yoga aus, in dem Körper – Geist und Seele zur Harmonie gelangen.
Yoga Mudra - die Kindhaltung ist eine solche Körperhaltung, die uns die Energie der Beltanetage fühlen lässt. Man ist ganz bei sich, ruht in sich und die Gedanken werden still …

 

Jahreszeit des Feuers

Mär 282017

Ostara ist die Jahreszeit, in der das Leben sprießt und die Natur wird springlebendig. Das ist die Zeit des Feuers. Seit alten Zeiten wird die Mutter des Feuers geehrt, die eine Verwandlung sowohl in der Natur erwirkt, als auch in uns bringen kann … denn das Leben wird erneuert.
Der Saft steigt in den Pflanzen und Bäumen empor, Triebe erscheinen auf den Zweigen und Knospen wie auch Frühlingsblumen öffnen sich den Sonnenstrahlen und Märzwinden, die hereinströmen. All das bemerken auch wir … und können die Kraft des Feuers der Jahreszeit in uns nutzen.
In uns erwachen in dieser Zeit vielleicht emotionale Feuer. Und diese können unkontrolliert zu brennen beginnen. Wut oder Hass kann sich bemerkbar machen, Leid oder tiefer Kummer in uns wüten und den Körper mit Hitze erfüllen.
Es gibt auch mentale Feuer. Sie können mit klarer Inspiration brennen oder uns verrückt machen, Gedanken, die ständig kreisen, ohne, dass wir zur Ruhe finden … Ängste, die uns antreiben.
Die Verbindung zur Natur bewusst zu erkennen, hilft uns, uns der Kraft dieser Jahreszeit zu stellen. Wenn wir achtsam sind und zum Beobachter werden, was genau in uns geschieht, können wir die Energien nutzen, um etwas zu verändern, um Neues in die Wege zu leiten oder uns von Altem trennen.

Ostara

Mär 212017

undefinedOstara ist das Jahreskreisfest der Mutter des Feuers. Es wird im alten keltischen traditionellen Glauben gefeiert, wenn es gleich lange hell und dunkel ist, und kündigt die Rückkehr des Lichtes an.
Diese kurze Zeit – in der das Licht und die Dunkelheit im Gleichgewicht sind, hilft uns unsere eigene Balance zu finden. Eine Balance zwischen unserem eigenen Licht und unserer eigenen Dunkelheit, zwischen unseren inneren und äußeren Wirklichkeiten. Damit können wir in die Kraft des Urweiblichen gelangen – zu dem mütterlichen Urgrund der Liebe. Denn daraus erwächst alles Sein, ebenso wie sich in den Schoß der Mutter Erde alles wieder zurückzieht.

Avalon und die Anderswelt

Okt 302016

Viele Sehnsüchte ranken sich um Avalon. Die magische Insel, die verborgen hinter Schleiern aus Nebeln in der Anderswelt liegt.
Der Legende nach gab es eine heilige Insel im alten südlichen Britannien. Sie wurde Avalon genannt und galt als die Insel der weisen Priesterinnen und Druiden. Sie lebten dort die Einheit von Himmel und Erde, von Menschlichem und Göttlichem in der Verbundenheit mit der Natur. Avalon war ein Ort magischer Energie, des Wissens und Studierens und der Einweihung in die Geheimnisse des Lebens … es war ein Ort, an dem die große Göttin und das Licht in allen Dingen geehrt wurden. Avalon befand sich dabei zwischen den Dimensionen der Welten und entrückte über all die Jahrhunderte immer mehr in die Schleier des Nebels, die nur Eingeweihte durchdringen konnten, um von Glastonbury (jenem Ort, der einst eine Insel im Marschland von Sommerset war) ans andere Ufer nach Avalon zu gelangen.
Nun sind die Schleier so dicht, dass wir diesen Ort als Sehnsucht in uns spüren, denn der Zauber und die Liebe Avalons werden nie verblassen. Die heilige Insel ist gegenwärtig und nicht eine bloße Legende. Denn Avalon steht symbolisch für einen Weg, der uns helfen kann, die eigenen Schleier des Nebels, hinter denen Vergessenheit liegt, zu lichten. Diese alten Worte der Legende verbildlichen und sprechen von einem besonderen Weg des Seelenwachstums auf der Suche nach der eigenen Bestimmung und nach dem Sinn des Lebens.
Beginnt man sich mit diesen Fragen zu beschäftigen, kann das Bild der Anderswelt der Kelten mit ihren vielen Geheimnissen und Unendlichkeit des Göttlichen und mythischer Vielfalt genau wie das der Schamanen, uns Antworten geben. Denn die Anderswelt hat im geistigen Sinn ein Ziel: Dich selbst zu spüren und wahrzunehmen. Herauszukommen aus der irdischen Welt in deine Welt der Stille um der Intuition zu lauschen, der Kraft, die in uns lebt und uns jene Wege zeigt, die für dieses Leben zu uns gehören.

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Mein Blog

Okt 302016

Mit Samhain betreten wir die Dunkle Zeit im Kreislauf der Zeit und Monate. Sie endet zu Imbolc im Februar. In dieser Zeit können wir uns unserer Wurzeln besinnen. Es ist eine Zeit, in der wir zu uns finden, in die Stille gehen, um uns bei Kerzenschein unserer Kraft und Energie bewusst zu werden. Wir lassen uns tragen von der nährenden Kraft der Dunkelheit, so wie die Pflanzen von der Erde durch den Winter getragen werden.

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