Jenseits des Vergessens

Blog von Amanda Koch

Jenseits des Vergessens

Nov 272017

Das Wort „Jenseits“ birgt eine intensive Bedeutung von Spiritualität. Denn es bedeutet: Über den Ort hinausgehen, an dem man sich befindet und damit nicht in dem gegenwärtigen Zustand verhaarend. Wenn du fortwährend über dich selbst hinausgehst, gibt es keine Einschränkungen mehr, die Perspektive deiner Sicht ändert sich und deine eigen kreierten Grenzen lösen sich auf, deine Schleier des Vergessens.
Ein Grund warum ich Ildathach schrieb - die Geschichte zeigt, was geschieht, wenn wir über das Denken hinausgehen, uns vom Verstand lösen ... dann gelangen wir ins wahre Fühlen.

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Die Kraft unserer Seele

Sep 182017

„Ildathach. Jenseits des Vergessens“ ist Buch, das durch die Geschichte einer jungen Frau helfen kann, wieder zu einem tiefen Fühlen zu gelangen. Denn darin liegt für uns eine starke Kraft verborgen.
Wenn wir wirklich beginnen aus einer Tiefe heraus zu fühlen ... nicht aus Gedanken heraus oder aus den Erfahrungen, die uns prägen und bestimmte Emotionen hervorrufen … nein. Ich spreche von der Kraft jenseits unserer Gedanken, der Kraft, hinter unserem Herzschlag und hinter unserem Atem. Unserer Seelenkraft.
Um dieses Fühlen zurück in unser Bewusstsein zu rufen, nutze ich Worte und Bilder eines keltischen Mythos. Ich hätte auch ein Sachbuch schreiben können. Doch ich liebe Geschichten. Und wie erklären wir am besten unseren Kindern mit Begeisterung das Leben? Durch (religiöse) Geschichten oder Märchen oder eben den Mythen.
Als Erwachsene können wir noch immer am besten in Bildern denken. Egal, ob es um das Göttliche im Leben geht, oder um einfache Fragen, die das Leben anbelangen. Jeder von uns trägt eigene Bilder und Vorstellungen in sich. Daher schrieb ich einen Roman der phantastischen Literatur (Warum ich Ildathach schrieb).

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Wir leben in einer Welt, in der die Schleier des Vergessens undurchdringlich scheinen und wir lechzten nach Veränderung, nach Harmonie, nach innerem Frieden und nach Geborgenheit. Wir wünschen ein Leben ohne Angst. Auf meinem eigenen Weg hin zu den Antworten, nach denen ich suchte, verstand ich, dass ein Besinnen auf die eigenen Wurzeln helfen kann, sich selbst und damit auch das eigene Leben besser zu verstehen.
In der Geschichte „Ildathach. Jenseits des Vergessens“ überschreitet Étaín die physischen Grenzen unserer Welt, damit der Leser dahinter blicken kann … in ein anderes Bewusstsein, in eine andere Welt, um dort die Kraft seiner eigenen Seele zu erspüren. Es ist eine Geschichte, die eine Sehnsucht und damit die Suche beschreibt, „nach dem, was das Leben tatsächlich ausmacht“ (Zitat, Leipziger Zeitung) und dass es einen Grund gibt, warum wir leben.

 

 

 

Wiedergeburt

Mai 032017

Vor nunmehr vier Jahren kam ich das erste Mal mit der Wissenschaft der Seelenwanderung in Berührung und damit fesselte mich das Thema der Reinkarnation. Während meiner Yogalehrerausbildung wollte ich zu den Fragen der Wiedergeburt mehr wissen, forschte in den vedischen Schriften und beschäftigte mich gleichzeitig mit den Mythen aber auch dem Glauben unserer Ahnen, den Kelten, als ich für die Geschichte der „Wächter von Avalon“ recherchierte. Dabei entdeckte ich viele parallele Erklärungen wie auch Symbole, die dieselbe Wahrheit sprechen - die Sicht auf das göttliche in der (den) Welt(en).
Seit ich mich intensiv mit der Reinkarnation beschäftige, haben sich meine Sicht auf das Leben, mein Selbstverständnis und mein Umgang mit den Menschen, die mich begleiten oder denen ich begegne, aber auch mein Verständnis über die Natur verändert. Dieser Wandel zeigt sich auch in meinen persönlichen Zielen, meinen beruflichen Erwartungen und meinem religiösen Verständnis (ich wurde christlich evangelisch erzogen).
Alles ergibt mehr Sinn. Ich kann mit allem in Liebe und Geduld und mit dem Vertrauen in den Fluss dieses Lebens einverstanden sein. Denn ich bin es selbst, der mein gegenwärtiges und zukünftiges „Schicksal“ verantwortungsbewusst gestaltet, bestimmte Erfahrungen machen will und in diesem Leben (auch) eine Lebensaufgabe zu erfüllen habe (Dharma).
Es ist eine Wahrheit, die tief uns steckt. Wenn wir beginnen hinzuhören, vernehmen wir das Flüstern unserer Seele. Wir müssen uns nur (wieder) mit der Seelenkraft verbinden, mit der Energie (Prana), die aus unserem Herzen und hinein fließt oder (vedisch) mit dem Atman (dem göttlichen Funken in uns, die individuelle Seele als Teil Weltseele (Brahman)) … Menschen benutzen viele Worte und Beschreibungen, Gleichnisse … für ein und dieselbe Wahrheit. Letztendlich liegt es an jedem selbst, welchen Weg er wählt, um dem Sinn des Lebens mit seinen Fragen zu begegnen.

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In meinem neuen Roman „Ildathach. Jenseits des Vergessens“ stelle ich mich behutsam der Frage, was nach dem Tod geschieht und was der Tod ist. Ich habe mich mit der Macht der Angst beschäftigt, Angst vor dem Ungewissen und davor, die Menschen, die wir lieben, zu verlieren. Um Antworten zu finden, half mir all die Monate des Schreibens und Verstehens Etáin. Sie ist eine Figur aus der Geschichte, deren Mutter stirbt und ihr neben Familiengeheimnissen auch Glaubensfragen hinterlässt. Parallel zum Erscheinen des Buches werde ich dazu Beiträge aus meinen Recherchen, wissenschaftlichen Büchern und eigene Erfahrungen veröffentlichen.

Tage, an denen wir uns verloren fühlen

Apr 072017

Es gibt gerade Zeiten, in denen man mit einer tiefen Traurigkeit erwacht oder einer Trägheit, die einen lähmt; vielleicht hat auch ein Traum ein solches Empfinden hinterlassen oder wir fühlen, dass die Tage gerade endlos grau erscheinen … wir nichts mehr schaffen, alles zu viel ist und wir auf eine Weise nur noch funktionieren, die uns nach und nach den Boden unter den Füßen wegzieht.
Das sind Tage, an denen wir in der Jahreszeit des Feuers weniger geerdet sind, und damit das Urvertrauen ins Leben weniger spüren.
Für jene Tage gibt es eine magische Übung, die es schafft, uns aus den grauen Schleiern zu holen:

Denke am Morgen an drei Dinge, die gestern schön waren und dich glücklich gemacht haben. Die Wärme der Sonne, das Treffen eines Freundes, eine liebe Geste, ein Lächeln oder eine Umarmung … Und dann überlege dir einen Wunsch für den heutigen Tag. Schließe kurz deine Augen und male dir all die Einzelheiten aus, wie er in Erfüllung geht; fühle was der Wunsch dir bedeutet und spüre den tiefen Moment.
Diese bewusst erlebte Dankbarkeit wird deinen Tag verändern.

(Sie auch: jahreszeit-des-feuers)

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Keltische Spirale

Dez 052016

Oftmals besteht die Triskele aus Spiralen, die die Reise der Seele zeigt.

Die rechtsdrehende Spirale steht im Keltischen, in alten Glauben und auch den Mythen für die Kraft, die nach außen wirkt. Mit dem Beginn des Lebens in der Welt der Menschen beginnen wir uns dieser irdischen Welt zu öffnen. Es kommt Bewegung ins Denken, ins Handeln und Wirken.

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Foto: Newgrange Spiralen in Stein gehauen

Dieses Zeichen für die Schöpfung findet sich auch im Tao. Dabei ist Yin & Yang eine Spirale, die diese nach außen strebende Kraft mit der nach innen gerichteten (linksdrehenden) vereint. Die linksdrehende Spirale wiederrum symbolisiert das Ende und wir kehren zu unserem Ursprung zurück. Dieses nach innen kehren, geschieht nicht nur im Sterben. Mit Hilfe des Fühlens und bewussten Denkens führen uns die Erfahrungen im Leben auch in die Zeiten der Besinnung. Von außen finden wir zurück nach innen, zu uns selbst um zu fühlen, wer wir wirklich sind. Eine Einheit mit dem großen Ganzen.

Und jetzt in den Tagen vor der Wintersonnenwende / Yul können wir in dieses NACH INNEN FÜHLEN besonders gut eintauchen. Denn die langen dunklen Tage schenken uns diese Besinnlichkeit in der wir die Kostbarkeit des Lichtes erkennen. Eine Zeit in der wir unseren eigenen Schatten begegnen und sie annehmen können. 

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Die Spirale symbolisiert dies mit: Werden – und Vergehen. Anfang – und Ende. Außen – und Innen.

Und dabei führt dich die Anderswelt, insbesondere Avalon zu dir selbst. Von der Welt des Materiellen, der Welt des Irdischen hindurch durch die Nebel, die dich vergessen ließen, hin zu dir selbst … dem Fühlen deines Herzens.

 

Kreislauf des Lebens

Nov 042016

Besinnen wir uns unserer tief in uns verborgenen Wurzeln, stoßen wir auf unsere keltischen Urahnen. Ein Volk nach deren Weltbild es in beseelten Welten lebte. Neben der Welt des Physischen, unserer grobstofflichen Welt, gibt es noch die Anderswelt, eine feinstoffliche Welt. Und nur die Druiden mit ihren Riten können in diese andere Welt reisen.
Und gleich dem schamanischen Bewusstsein basiert auch der keltische Glaube darauf, dass alle Seelen einer göttlichen Quelle entspringen und es keine Trennung von Mensch-Natur-und Kosmos gibt. Alles ist mit allem verbunden. Und der Mensch ist Teil eines großen Ganzen.
Vergleiche ich diese Glaubensgrundsätze ähneln sie sehr religiösen Vorstellungen und selbst die Ahnen sahen das Leben als Kreislauf. Ein Leben beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod, bevor die Seele in ein weiteres Leben inkarniert.
Ist es an uns, uns darauf zurückzubesinnen? Und aus den Schleiern der physischen Welt zu erwachen, die uns all das vergessen lassen, was unsere Ahnen bereits wussten und fühlten?

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Der Kreislauf des Lebens – Symbolik der Triskele

In meiner Forschung in den alten Worten um Avalon stieß ich unwillkürlich auf bestimmte Symbole. Sie allein zu betrachten und in ihren verschiedensten Darstellungen zu untersuchen, zeigte mir eine Übereinstimmung mit anderen Glaubensrichtungen und Weltanschauungen. Die Triskele, auch Dreierspirale genannt, symbolisiert dabei den Kreislauf jeden Lebens in unserer irdischen Welt.
Das Werden – das Sein – das Vergehen. Leben – Geburt – Tod.
Damit symbolisiert die Triskele den Weg des Lebens. Und dieses keltische Symbol erzählt uns dabei die Geschichte der Bewegung des Lebens. Alles beginnt mit der Geburt. Eine Seele findet menschliche Eltern und gelangt in einen Körper, der in der irdischen Welt seine Erfahrungen machen wird.
Die Triskele zeigt das mit: Mutter – Vater - Kind.


Die Seele „ruht“ in einem Leben in einem Körper mit Verstand und Geist.
Seele – Geist – Körper vereint hier die Triskele.
Das Leben aber unterliegt Höhen und Tiefen. Im Fluss des Lebens wird jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Leben, lernen, wachsen, fallen und verlieren, gewinnen, traurig sein und Glück fühlen. Und inmitten all dieser Erfahrungen wird sich das Leben in
Vergangenheit – Gegenwart – und Zukunft gliedern. Auch das symbolisiert die Triskele.
Die Seele strebt nach Erfahrungen durch die Sinne und dies kann sie nur in einem (manifestierten) Körper als Mensch (oder Pflanze, als Tier oder im Entstehen von Mineralien, Gestein.) In der Welt des Sterblichen leben wir in unserem vergänglichen Körper zusammen mit den Pflanzen und Tieren in einer materiellen Welt. In der Anderswelt existieren die Geister, die Götter und in der unsichtbaren Welt die sich bewegenden Energien, die Kräfte von Sonne und Mond und der Elemente.
All das lässt sich unabhängig von Zeit, Region, Kultur und Religion oder mythischer Geschichte überall finden. Im Zusammenspiel des Daseins zeigt die Triskele folgende Dreiheit:
Schöpfung – Erhaltung – Zerstörung.
Vater – Sohn – Heiliger Geist.
Im Leben der großen Göttin wird dies mit: Junges Mädchen – Mutter – und Greisin dargestellt.

Die Symbolik der Triskele allein, hat mich innehalten lassen und mich verstehen lassen, das wir auf der Suche nach Wurzeln so oft nach Osten schauen. Dabei haben wir all das Wissen tief in uns ... und die Symbolik unserer Ahnen erinnert uns daran.