Jenseits des Vergessens

Blog von Amanda Koch

Vergebung - ein Gedicht

Nov 302017

Gedanken vergehen.
Worte verklingen.
Mauern stürzen ein und Körper zerfallen.
Nichts bleibt wie es ist.
Weder im hellen Licht der Sonne
noch im Schatten des Mondes.

Jeder Atemzug bringt mich meinem Letzten näher.
Und lässt mich fühlen, dass ich das Leben selbst bin.

In mir ist Liebe. Aber auch düstere Wildheit.
Ich kann Freude und Trauer fühlen.
Und neben meinem Mut schwingt dort Furcht.
Denn ich bin das Licht und die dunklen Schatten zugleich,
um zu verstehen, was Vergebung meint.

 

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Dieses Gedicht entstand während ich "Ildathach" schrieb und die Worte passen in die dunkle Jahreszeit. Wir leben mit der Natur, denn wir sind ein Teil ihres Kreislaufes. Die Tage werden allmählich dunkler und das ist die Zeit, in der wir zur Ruhe kommen, um die Vergangenheit loslassen zu können. Denn nur so werden wir in die neue Kraft finden, die mit dem Frühling in uns wieder erwacht.

Auch beginnt nun die Zeit der Kerzen. Sie schenken uns in der dunklen Jahreszeit behagliches Licht und Geborgenheit in der Stille. Erst wenn wir die Kraft der Zeiten annehmen, den Kreislauf des Lebens, der Jahreszeiten, fließen wir in der Energie, die uns nährt. In der Liebe. Im SEIN.